von Dominique Omakowski
Kurzfristig bekam ich von Sonntag bis Dienstag frei und entschied nach Jerusalem zu fahren. Dort wollte ich einige Volontaere besuchen und, natuerlich ganz nebenbei, die Stadt besichtigen. Viel hatte ich von ihr gehoert, doch sie noch niemals kennengelernt.
Also fuhr ich nach Tel Aviv und von dort aus mit dem Bus in Richtung Heilige Stadt. Der Bus war voll und natuerlich macht man sich Gedanken. Wann gab es den letzten Selbstmordanschlag? War ist vielleichtauf dieser Buslienie? Ich gebe zu, ein wenig paranoid. Da mustet man jeden einsteigenden Fahrgast ganz genau und beobachtet die dick gekleideten schon mal eine Zeit lang.
Doch ploetzlich ertoente ein regelmaessiges piepen. Meine Phantasie assoziierte es gleich mit diversen Zeitschaltbomben aus Holywood-Streifen. Bis der Fahrer den Blinker wieder abstellte. Dann passierte doch was ernstes: Vor dem Bus zog ein PKW ueber die Strasse und durchquerte die Leitplanke. Das Reifenquietschen erzeugte ein Raunen, das durch den ganzen Bus ging. Doch viel zu sehen gab es nicht, denn der fuhr einfach weiter. Der Zeitplan muss ja eingehalten werden, auch wenn es keinen gibt…
Und schliesslich kam ich nach dem ueberqueren einiger Berge in Jerusalem an, wo mich Jannik und Simon von der Central Bus Station abholten. Es regnete, das erste mal fuer mich hier und dann gleich richtig. In den naechsten Tagen besuche ich mal die Old City und alles, was dazu gehoert.


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