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von Dominique Omakowski

Berlin-AnhaengerWie sagt man so schoen, es sind die Kleinigkeiten, die das Leben ausmachen? Irgendetwas in der Richtung auf jeden Fall. Das gilt fuer Israel wahrscheinlich wie fuer jedes andere Land der Welt auch.

Letzten Shabbat war ich abends bei meinem Kumpel Dani. Die Tuer seines Hauses steht fuer alle Freunde offen, deshalb gehen die Leute ein und aus. Einer dieser Freunde hat mich gefragt woher genau ich aus Deutschland kaeme. Auf meine Antwort – Berlin – hin, holte er seinen Berlin-Schluesselanhaenger aus der Hosentasche und hielt ihn mir stolz unter die Nase.

Den hat er von seinem Vater geschenkt bekommen, der leidenschaftlicher Bridge-Spieler ist und dies auch oft im Internet tut. Dort hat er einige Deutsche kennengelernt, die nach geraumer Zeit vorgechlagen hatten, dass er sie doch mal besuchen koennte, damit sie mal sehen, wer der Mensch eigentlich ist.

Als er sagte, dass er nur ein armer Kibbutznik sei und kein Geld fuer den Flug haette, schickten ihm die Freunde aus Deutschland ein Ticket und er reiste tatsaechlich nach Germanien. Den Anhaenger hat er seinem Sohn dann mitgebracht und hier schliesst sich der Kreis.

Die Vergangenheit verfolgt einen halt ueberall hin, aber Berlin geniesst in Israel einen ausgezeichneten Ruf (soweit ich das mitbekommen habe), was mir auch hin und wieder zu Gute kommt. Oft wird die Stadt als neue Trendmetropole bezeichnet. Auch auf die Deutschen sind sie hier nicht all zu schlecht zu sprechen, um nicht zu sagen sehr gut.

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