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von Dominique Omakowski
Vergangene Woche lud der Deutsch-Israelische Verein seine 60 Volontaere in Israel zu einem Seminar in Haifa ein. Dort sollte ueber Israels Gesellschaft, Sozialsystem und Religionen gesprochen und gelesen werden. Ausserdem standen ein Ausflug in das Behindertendorf Kfar Tikva sowie in die alte Hafenstadt Akko auf dem Programm.
Dienstag Morgen also bin ich mit dem Sherut (Sammeltaxi, meistens ein Mercedes Sprinter mit zehn eingebauten Sitzen) zum Bahnhof aufgebrochen und dann weiter nach Haifa zum Rutenberg Institut, welches uns die Raeumlichkeiten fuer das Seminar zur Verfuegung stellte.
Zu bemerken ist, dass ich als einziger puenktlich war. Da soll mal einer sagen im Kibbutz laeuft alles langsamer und die Gebraeuche eines Landes wuerden nicht auf seine Bewohner abfaerben. Nichts desto trotz habe ich mich sehr gefreut sowohl bekannte, als auch neue Gesichter zu sehen. Herr Stern, ehemaliger Professor der Uni Haifa, hielt einen sehr interessanten Vortrag zum Seminarthema, doch ansonsten war es inhaltlich auf Grund von einiger verschwendeter Zeit und teilweise komischen Spielen leider eher entaeuschend.
Dagegen waren neben der Stadt Haifa selbst, die Ausfluege sehr schoen. Der erste ging nach Akko. Die Stadt ueberraschte durch ausgekluegelte Verteidigungsanlagen und man konnte die Geschichte vor Ort foermlich riechen. Verwinkelte Strassen und das arabische Viertel vermittelten eine orientalische Atmosphaere, die ich so in Israel noch nicht erlebt habe (Naja, so viel habe ich nun noch nicht gesehen..). Wer auf Schmutz steht muss hier herkommen.
Ein zweiter Ausflug ging nach Kfar Tikva. Es war frueher ein gewoehnliches Kibbutz und wird heute ausschliesslich von Behinderten – und ihren Pflegern – bewohnt. Sie leben und arbeiten dort und koennen ein voellig normales Leben fuehren. Neben der schoenen Landschaft ist auch die besondere Selbstaendigkeit der Behinderten mit eigenen Haeusern und Wohnungen hevorzuheben. Hier herrscht eine starke deutsche Tradition, die sich auch bei der Herkunft der Mitarbeitern widerspiegelt.
Auf dem Rueckweg machte ich dann noch einen eintaegigen Zwischenstopp bei anderen Volontaeren in Tel Aviv, wo ich mal wieder vom Nacht– und Strandleben dieser westlichen Metropole ueberrascht wurde. Diese Reise hat mir gezeigt, wieviel Verschiedenes man in diesem Land sehen und erleben kann. Gleichzeitig waechst die Lust, weitere Reisen zu unternehmen und noch mehr zu sehen!


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